Berlin im Winter
Am ersten Tag des Jahres 2026 trafen meine Frau und ich mit dem ICE aus Duisburg in Berlin ein – eine Stunde später als vorgesehen, da der Zug wegen „verspäteter Bereitstellung“ ebenfalls noch nicht ganz im neuen Jahr angekommen war. Zeit war vorhanden. Eine Woche lang diente das Hotel Titanic in der Chausseestraße im Bezirk Mitte als Quartier. Zeitgleich mit der Ankunft stellte sich der Winter in Berlin ein. In den ersten Tagen fiel reichlich Schnee, der später auf den Gehwegen zu Eis wurde. Die Räum- und Streupflicht wird in der Hauptstadt offenkundig mit einer gewissen Großzügigkeit ausgelegt. Bemerkenswert – und unerquicklich – war, dass selbst touristische Hotspots wie Unter den Linden oder die Museumsinsel nur über spiegelglatte Gehwege erreichbar waren. Berlin präsentierte sich damit früh im Jahr als Stadt der kurzen Wege und langen Rutschpartien.
Reinhard Mokros
1/11/2026
Zeitweise wehte in Berlin ein eisiger Wind, begleitet von anhaltendem Frost. Mitleid erregten jene Menschen im Südwesten der Stadt, die nach einem Anschlag vom 3. bis 7. Januar ohne Stromversorgung auskommen mussten. In Mitte blieb der Stromausfall unbemerkt, die Heizungen arbeiteten zuverlässig. Vor den Museen bildeten sich bei der Kälte lange Warteschlangen. Die Stimmung mancher Berliner, die ohnehin für eine mitunter ruppige Umgangsform bekannt sind, sank mit den Temperaturen noch um einige Grade. Fotografiert habe ich wenig; gezeigt wird hier eine kleine Auswahl.





























