November 2024


Im November 2024 haben wir keine Reise unternommen, sondern sind in Duisburg geblieben. Daher gibt es in diesem Monat nur wenige Fotos, die alle in unserer Nachbarschaft aufgenommen wurden. Wenn meine Frau und ich spazieren gehen, nehme ich oft meine Leica mit. Wie die Fotografin Dorothea Lange sagte: 

„Du hängst dir am Morgen die Kamera um, so wie du dir deine Schuhe anziehst, und schon hast du ein Anhängsel deines Körpers, das dein Leben mit dir teilt. Die Kamera ist ein Instrument, das Menschen lehrt, ohne Kamera zu sehen.“


Bönninger Park: Ein Ort der Erholung

Die erste Fotoserie entstand am 9. November 2024 im nahegelegenen Bönninger Park, der 13 Hektar groß ist und im Stadtteil Dellviertel liegt. Ursprünglich war der Park der Privatgarten der Familie Bönninger, einer Unternehmerfamilie der Duisburger Tabakindustrie. 1774 erwarb die Familie die am Dickelsbach gelegene alte Marienmühle und baute sie zu einem herrschaftlichen Sommersitz aus. Der Privatgarten wurde vor den Toren der Stadt angelegt und 1912 der Öffentlichkeit übergeben. 1921 ging die Anlage in den Besitz der Stadt Duisburg über, und drei Jahre später wurde dort eine Jugendherberge eingerichtet. Die Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten das 700 Jahre alte Baudenkmal, das 1949 abgeräumt wurde. Heute hat der Park eine besondere Bedeutung für die Kurzzeiterholung im dichtbesiedelten benachbarten Hochfeld. (Quelle: WIKIPEDIA)


Hochfeld: Ein lebendiger Stadtteil in Duisburg

Hochfeld ist ein Stadtteil im Duisburger Stadtbezirk Mitte mit 18.038 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2023). Hochfeld zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Einwanderern verschiedener Nationalitäten aus. Am 31. Dezember 2023 wies Hochfeld mit 62,7 % den zweithöchsten Ausländeranteil aller Duisburger Stadtteile auf. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil türkischer und türkischstämmiger Bürger, wodurch die Geschäfte speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnitten sind. In den letzten Jahren hat sich Hochfeld, neben Laar, Meiderich, Bruckhausen und Marxloh, zudem als Siedlungsschwerpunkt für Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien herausgebildet, vor allem Roma, die inzwischen mehr als 15 % der Bevölkerung Hochfelds ausmachen.

Die wirtschaftliche Entwicklung Hochfelds und damit auch die Arbeitsmarktsituation wurden durch den turbulenten Wirtschaftsverlauf der Schwerindustrie am Rhein geprägt. Seit Anfang der 1970er Jahre führte die Wachstumsschwäche der Eisen produzierenden Industrie dazu, dass immer mehr Arbeitsplätze in Hochfeld verloren gingen. Die globale Konjunkturschwäche auf dem Stahlmarkt in den 1980er Jahren führte zu weiteren Massenentlassungen.

Durch den Niedergang der in Hochfeld ansässigen Firmen und den großflächigen Abriss von Wohngebäuden sowie der damit einhergehenden Begrünung wurde die Einwohnerzahl bis 1999 auf ungefähr die Hälfte reduziert. (Quelle: WIKIPEDIA)