Wer? – Ein Leben mit der Fotografie

Die Fotografie begleitet mich seit meiner Kindheit und ist heute ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Hier berichte ich über meinen Weg zur Fotografie, über Einflüsse und Interessen sowie über die Menschen, die mich auf diesem Weg begleitet haben.

Geboren wurde ich 1954 in Uerdingen am Rhein und wuchs in Linn auf, beides Krefelder Stadtteile. Seit 2009 lebe ich mit meiner Frau in Duisburg. Der Niederrhein und das Ruhrgebiet prägen meinen Blick bis heute. Beide Regionen spielen in meiner Fotografie eine wichtige Rolle – nicht nur als geografischer Raum, sondern auch als Teil meiner persönlichen Geschichte.

Meine Begeisterung für die Fotografie begann im Alter von zwölf Jahren. Mit der Rollfilmkamera meines Vaters entstanden erste Aufnahmen im Umfeld der Burg Linn, des Parks und des Rheinhafens. Wenige Jahre später erhielt ich meine erste Spiegelreflexkamera. Die Freude am Fotografieren war so groß, dass ich zeitweise sogar den Beruf des Fotografen ergreifen wollte. Stattdessen absolvierte ich eine Ausbildung zum Drogisten und sammelte dabei in einer Foto-Drogerie erste praktische Erfahrungen im Umgang mit Fotografie und Laborarbeit. Das fotografische Handwerk eignete ich mir weitgehend autodidaktisch an.

1973 trat ich in den Polizeidienst des Landes Nordrhein-Westfalen ein. Nach verschiedenen Verwendungen war ich zuletzt Polizeidirektor im Polizeipräsidium Aachen. Anschließend wechselte ich an die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, heute Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen. Dort war ich zunächst Dozent, später Vizepräsident und schließlich Präsident der Hochschule.

Während dieser Jahrzehnte blieb die Fotografie ein ständiger Begleiter. Familienleben, Reisen und die Dokumentation des Alltags bestimmten lange Zeit meine fotografischen Themen. Mit dem Übergang zur digitalen Fotografie eröffneten sich neue Möglichkeiten, die ich intensiv genutzt habe. Heute fotografiere ich vor allem mit einer Leica M11-P und einer Fujifilm X-T30 II.

Seit meinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2019 hat die Fotografie einen noch größeren Stellenwert erhalten. Fotografieren, Bildbearbeitung, die Beschäftigung mit Fotobüchern sowie das Studium der Geschichte und Theorie der Fotografie gehören zu meinem Alltag. Aus einer zunächst ungeordneten Sammlung entwickelte sich im Laufe der Jahre eine umfangreiche Spezialbibliothek mit mehr als 1.000 Bildbänden, Ausstellungskatalogen und Veröffentlichungen zur Theorie und Geschichte der Fotografie.

Die wissenschaftliche Arbeit hat mich auch nach dem Ende meines Berufslebens nicht losgelassen. Bereits während meiner Tätigkeit an der Hochschule veröffentlichte ich Texte in Fachzeitschriften und juristischen Kommentaren. Nach meiner Pensionierung entschied ich mich bewusst dafür, meine publizistische Arbeit einem anderen Thema zu widmen: der Fotografie. Seither schreibe ich über fotografische Projekte, Fotobücher, Fotografinnen und Fotografen sowie über Fragen der Geschichte und Theorie des Mediums.

Diese Website ist der Ort, an dem Fotografie, Lesen, Sammeln und Schreiben zusammenfinden. Sie dokumentiert meinen fotografischen Weg und bietet Raum für Bilder, Texte und Gedanken zu einem Medium, das mich seit mehr als sechs Jahrzehnten begleitet. Was ich fotografiere, wie ich arbeite und warum ich fotografiere, erfahren Sie auf den folgenden Seiten.

Reinhard Mokros