Projekte

Fotografische Projekte entstehen für mich nicht aus dem Wunsch nach einzelnen gelungenen Bildern, sondern aus einer längerfristigen Auseinandersetzung mit einem Thema. Sie verbinden das Fotografieren mit dem Lesen, Recherchieren und Nachdenken. Deshalb bereite ich jedes Projekt durch die Beschäftigung mit historischer, kulturwissenschaftlicher und soziologischer Literatur vor. Auf diese Weise entstehen fotografische Arbeiten, die Orte und Landschaften nicht nur dokumentieren, sondern in ihren historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen erfassen.

Den Schwerpunkt meiner Arbeit bilden mehrere Langzeitprojekte. Das umfangreichste ist die Ruhrgebietsfotografie, die unterschiedliche Aspekte der Industriekulturlandschaft, des Strukturwandels und der Stadtentwicklung in mehreren Teilprojekten untersucht. Das erste Teilprojekt widmet sich der Industriekultur.

Alle Projekte sind langfristig angelegt. Sie entwickeln sich über viele Jahre hinweg und werden durch neue Exkursionen, fotografische Serien und begleitende Essays kontinuierlich erweitert.

Weitere Langzeitprojekte werden sich der Stadtfotografie am Beispiel Berlins sowie fotografischen Wanderungen auf den Spuren von Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg widmen. Im Mittelpunkt steht dabei das Spannungsverhältnis zwischen literarischer Überlieferung, historischer Entwicklung und der heutigen Gestalt der Landschaft.

Langzeitprojekt Ruhrgebietsfotografie

Route der Industriekultur – Eine fotografische Erkundung des Ruhrgebiets

Mit diesem Langzeitprojekt dokumentiere ich die Industriekulturlandschaft des Ruhrgebiets entlang der Route der Industriekultur. Im Mittelpunkt stehen nicht nur ehemalige Zechen, Kokereien und Hüttenwerke, sondern auch Kanäle, Arbeitersiedlungen, Halden und Orte des Strukturwandels. Die Fotografien verstehen Industriekultur als Erinnerungslandschaft, in der sich Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte bis heute ablesen lassen.

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